Juni 2017

Einfach viel Spaß: Tretroller

Nein, für mich ist der Tretroller keine der „üblichen Eintagsfliegen“. Seit fast 4 Jahren bin ich mit meinem Tretroller unterwegs und habe bei Wind und Wetter, sommers wie winters ca. 4000 km mit Freude zurückgelegt. Nach Jahrzehnten des intensiven Laufens und den damit zunehmenden „Zipperlein“ suchte ich nach einer Alternative, mit der sich ähnlich gut „durchlüften“ ließ. Anne Karin Sjöström und Marita Marxen ist es schließlich zu verdanken, daß ich Ende Oktober 2013 erwartungsvoll die ersten „Schritte“ auf meinem schwarzen Flitzer tat. Und tatsächlich konnte ich gleich von Anfang ohne meine sonst üblichen Beschwerden mit Freude durch die Landschaft gleiten. Der volle Genuß trat allerdings erst ein, nachdem ich entnervt die ständig klappernden Schutzbleche demontiert hatte. Damit wurde mein Gefährt zwar noch leichter und windschlüpfriger, jedoch sind dann bei Nässe eine Regenhose und dichte Schuhe unbedingte Pflicht. Wer seinen Roller nur dazu benutzen will, mal eben ein Paket zur Post zu bringen (mit Rucksack sehr zügig und praktisch zu erledigen!), der ist aber mit Schutzblechen gut beraten. Ich möchte nicht verschweigen, daß ich es anfänglich hin und wieder mit dem Rollern übertrieben habe, was zu Problemen an bislang gänzlich unauffälligen Stellen führte. Viel hilft eben doch nicht viel. Außerdem ist mir klar geworden, daß ich vielleicht doch besser einen der absolut erschwinglichen Einführungskurse an der VHS belegt hätte. Hinterher ist man immer klüger – nach genauer Selbstbeobachtung und Haltungskorrektur verschwanden die Schmerzen so rasch wie sie gekommen waren.

Und wenn ich ihn da so stehen sehen, ist er richtig schick, mein Roller. Vor allem die dicken Mountain-Bike Reifen „machen sich richtig gut“. Sogar eine sehr stabile Haltevorrichtung für eine spezielle Hundeleine mit Dämpfer befindet sich am Lenker (viele Hunde ziehen übrigens sehr gerne beim „Gassigehen“...). Geländereifen sind vor allem dann sinnvoll, wenn man regelmäßig auch auf Waldwegen unterwegs ist. Damit Frau und Tochter auf der Straße nicht mit dem schmalbereiften und ansonsten baugleichen Familienroller davonziehen, pumpe ich sie stets bis zum Maximum auf. Unser Sohn rollert mit seinen langen Beinen von Anfang an außerhalb jeder Konkurrenz.

Seit meiner Bundeswehrzeit weiß ich: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Seit Erfindung der LED-Lampen möchte ich nun hinzufügen: „Es gibt keine Dunkelheit sondern nur schlechte Lampen.“ Eine zusätzliche Warnweste ist sicherlich sinnvoll. Und in der Tat: auch in der dunklen Jahreszeit läßt sich mit der entsprechenden Ausrüstung nahezu jederzeit nach Belieben rollern. Mit etwas Übung und griffigen, leichten Stiefeln läßt sich sogar auf Schnee sicher und gut rollern. Die ganze Angelegenheit wird dann naturgemäß etwas bedächtiger und erinnert an Skilanglauf. Nach einem halben Jahr kam ich auf die Idee, das Tachometer meines alten Rennrades am Roller zu montieren. Fortan erhielt ich eine zusätzliche Motivation über Entfernungen und Geschwindigkeiten. Außerdem bekam ich damit ein noch besseres Gefühl dafür, daß auch Strecken von deutlich mehr als der üblichen 5-10 km durchaus möglich sind. Wer allerdings ständig und leistungsoptimiert gegen die Uhr rollert, verpaßt die wohltuende Entspannung, die sich unweigerlich beim unbekümmerten Dahinrollern einstellt.

In den vergangenen Jahren habe ich mein Fahrrad kaum angerührt. In mancher Hinsicht erscheint mir jenes als Rückschritt – schwer, sperrig, technisch aufwendig und damit wartungsintensiver, die Sitzposition starr, das Blickfeld durch die ständig nach vorn geneigte Haltung vergleichsweise eingeschränkt; - und nicht zu vergessen: der im Herbst und Winter eiskalte Sattel, welchen ich mittlerweile als ungemütlich empfinde. Allerdings ist man mit einem Rad etwa 30% schneller unterwegs und kann auch deutlich mehr Gepäck mitnehmen.

Sommers ging es zusammen mit Freunden (diese auf dem E-Fahrrad) in gemütlichem Tempo über 56 km von Satrup nach Langballigau, Habernis und über den Scheersberg wieder zurück. Niemand hat meinetwegen gewartet. Auch die wunderschöne Küste Usedoms bis zur Grenze haben wir mit dem Roller erkundet, den Gottorfer Landmarkt (73km) und den Kunsthandwerkermarkt Süderschmedeby (34km) besucht. Und zwar ohne Muskelkater. Ein leichter Rucksack mit Picknick, Trinkflasche und Jacke ist stets unser unauffälliger Begleiter. Hin und wieder denken wir über eine mehrtägige Tour nach. Diese kann auch gerne woanders starten, weil sich ein Roller sehr bequem mit dem Auto, im Wohnwagen oder mit der Bahn mitnehmen läßt. Auf dem Campingplatz und im Urlaub sind unsere Roller oft und gern genutzte Verkehrsmittel. Übrigens lassen sich auch unbefestigte Wege nutzen, die man mit einem normalen Fahrrad eher nicht ansteuern würde. Den Roller an steilen oder unwegsamen Passagen auch mal zu schieben, ist schlicht ein Klacks; ebenso das häufige Auf- und Absteigen, sollte man durch eine Stadt rollern.

Es verwundert gar nicht, daß ich bis auf einen Plattfuß (nach 10 Minuten erledigt) bisher keine einzige Reparatur an meinem Roller hatte. Es kann eben (fast) nichts kaputtgehen. Ölverschmierte Hände, abspringende Ketten, widerborstige Schaltungen, quietschende Pedalen, defekte Tretlager, schlecht eingestellte Sättel gibt es nicht. Allerdings sollte man etwa alle 2000km seine Schuhe bei Klaus Schween neu besohlen lassen.

Wer näher über einen Roller nachdenkt, tut gut daran, das Rad nicht neu zu erfinden, sondern zügig und effektiv von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Die VHS-Mittelangeln und der TSV-Nordmark Satrup sind dafür mit ihren Rollerkursen ganz genau die richtigen Ansprechpartner.

Dr. Hans Peter Weinschenck

 

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