September 2017

Fit bis ins hohe Alter

Viele Menschen – auch Jüngere - beschäftigt die brennende Frage: „Wie kann ich selbstbestimmt und mit möglichst kurzer Pflegebedürftigkeit alt werden? Wie kann ich meinen Jahren mehr Leben geben, wie kann ich meine Gesundheitsspanne verlängern?“

Ende Mai sprach der Chefarzt der Flensburger Klinik für Geriatrie und Frührehabilitation Dr. Klaus Weil im Gesprächskreis für Diabetiker zum Thema „Fitness im Alter“. Zum Einstieg berichtete der Experte für Altersmedizin, daß wir ab Mitte 20 zu altern beginnen. Doch das Alter selbst ist „relativ“: als Fußballer ist man mit 40 alt, als Politiker mit 50 jung. Und wir werden immer älter, unsere Lebenserwartung steigt pro Kalenderjahr um 3 Monate (Gründe: Antibiotika, Hygiene, sinkende Säuglingsterblichkeit, kein Krieg, keine Naturkatastrophen). In seiner Klinik beobachtet der Arzt immer mehr 90-jährige Männer. Dr. Weil berichtete, daß unser Bundespräsident einer von Jahr zu Jahr steigenden Zahl von 100-Jährigen zum Geburtstag gratuliert. Die Obergrenze für das menschliche Leben liegt vermutlich bei ca. 120 bis 125 Jahren. Frauen leben im Durchschnitt etwas länger, da sie u.a. weniger Risiken eingehen und sich mehr um Gesundheitspflege kümmern, außerdem genießen sie einen Schutz durch die weiblichen Hormone.

Das individuell höchstens erreichbare Lebensalter liegt zu etwa einem Drittel in den Genen, der restliche Spielraum von durchschnittlich +/-10 Jahren ist das Ergebnis von Lebensstil und Umweltfaktoren (...man kann also 20 Jahre gewinnen!). Dieser Spielraum umfasst Faktoren wie Genußgifte, Schlafmangel, Zucker, Bewegung und Einkommen. Folglich stellen gute Ernährung mit reichlich Bewegung, ein ausgeglichener Biorhythmus mit genügend Schlaf und ein intaktes Hormonsystem den Jungbrunnen für alle dar.

Wer jedoch seine Stimmung, Libido, Muskeln und Knochen mit Hormonen „aufpeppen“ und seinen Alterungsprozeß verzögern möchte sei hiermit gewarnt: die Anwendung von Testosteron, DHEA und Melatonin (letztere in den USA als Nahrungsergänzung frei verfügbar) erhöhen samt und sonders das Risiko von Tumoren. Das ist also keine gute Idee.

Da verläßt man sich besser sich auf Hippokrates, den berühmten Arzt des Altertums, der schon vor 2500 die bekannte „Altersformel“ auf den Punkt brachte: knappe, gesunde Ernährung mit viel Bewegung an frischer Luft. (Anmerkung des Autors: Auf Okinawa, einer japanischen Insel mit besonders vielen gesunden Über-Hundertjährigen, gibt es ein Sprichwort: „Man ißt nie soviel, daß man satt ist“. Es gibt dort weder ein Wort für Renter noch für Ruhestand, die Menschen sind bis zum letzten Tag ihres Lebens in Bewegung.) Ebenso ergeht es den Menschen in Campodimele/Italien: sehr reichlich Olivenöl und Gemüse, reichlich Gewürze (sehr wenig Salz), Obst, selbstgebackenes Brot aus vorgekeimten Getreide („Gemüsebrot“), Hülsenfrüchte, ab und zu Fisch, wenig Ziegenmilch/-Käse, hin und wieder Geflügel/wenig Fleisch, 2 Gläser Rotwein am Tag. 5 Generationen arbeiten auf dem Feld und leben davon, die üblichen Zivilisationskrankheiten sind in Campodimele unbekannt.

Was uns traditionell lebende Gemeinschaften vorführen, bestätigt sich im  Labor: Körperliche Aktivität mit einem Energieverbrauch von 1000-2000 kcal pro Tag verbessert die Hirnleistung um 35%! Depressionen bessern sich oder verschwinden sogar, die Menschen stürzen seltener, weil sie ihren Bewegungen viel besser koordinieren können. Übrigens versterben nach dem Bruch eine Hüftgelenkes 25% der Betroffenen innerhalb eines Jahres!

Wer rastet der rostet! Nicht nur für Knochen und Muskeln, auch für unser Gehirn trifft dieses zu. Besonders gut bringt die richtige Mischung aus geistiger, körperlicher und sozialer Aktivität unser Hirn auf Trab. Ganz hervorragend ist Tanzen, das Erlernen eines Musikinstrumentes oder von Fremdsprachen und die Übernahme eines Ehrenamtes. Es darf also im Leben ruhig „hoch her gehen“, solange z.B. regelmäßig Erholung, ausreichender Schlaf und regelmäßige, gesunde Mahlzeiten gewährleistet sind.

Unser Experte schloß sein Vortrag mit einem Zitat des berühmten römischen Philosophs Cicero: „Vor nichts muss sich das Alter mehr hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit hinzugeben.“

Der Gesprächskreis für Diabetiker trifft sich alle 6 Wochen. Treffpunkt Alte Schule Satrup, Raum 202, 19:30 Uhr. Freunde, Angehörige und Interessierte sind herzlich willkommen.

Dr. Hans Peter Weinschenck

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