Februar 2020

Puzzle im Schlaf

Dr. Hans Peter Weinschenck, Kgl. Priv. Apotheke in Satrup, Mittelangeln

Seit jeher beschäftigen sich Menschen mit dem Träumen. Der Grieche Aristoteles deutete das Träumen als Hirnaktivität im Schlaf. Sigmund Freud sah räumen als Ausdruck unerfüllter Wünsche und Bedürfnisse. Dank moderner Forschungsmethoden sind wir heute nicht mehr ausschließlich auf philosophische Betrachtungen angewiesen, sondern können vielmehr auf beachtliche Erfolge und neue Erkenntnisse stolz sein.

Ein Meilenstein war im Jahre 1953 die Entdeckung der Schlafphasen. Man fand heraus, der Schlaf in jeder Nacht aus regelmäßig wiederkehrenden Tiefschlafphasen und Phasen leichteren Schlafes besteht. Während des leichteren Schlafes beobachtete man unter anderem schnelle Augenbewegungen (=Rapid-Eye-Movements = REM), die im Tiefschlaf völlig fehlten. Heute ist bekannt, daß wir besonders im REM-Schlaf, aber auch während der übrigen Schlafstadien träumen. Im REM-Schlaf sind die Träume gefühlsbetont; - in dieser Phase geweckt, erinnern wir uns besonders gut an einen Traum.

Versuche an Ratten zeigten, daß Träumen sehr sinnvoll für Lernen und Gedächtnisbildung ist. Wenn die Tiere durch einen gezielten, kleinen operativen Eingriff im Gehirn keinen REM-Schlaf bekamen, fanden sie ihre Futterquelle in einem Test-Labyrinth nicht mehr. Sie erlernten den Weg zum Futter erneut, nachdem man Ihnen an derselben Stelle einen elektrischen Schrittmacher implantierte.

Inzwischen weiß man mehr über die emotionale Seite des Träumens. Wissenschaftler bestimmten bei schlafenden Testpersonen den Blutfluß in verschiedenen Hirngebieten. Sie fanden heraus, daß sich die Durchblutung während der REM-Zeit erheblich von den Werten in anderen Schlafstadien unterscheidet. Verstärkt war die Durchblutung den in Gebieten, die für das Lernen und die Gefühle zuständig sind. Hingegen war der Blutfluß in denjenigen Abschnitten verringert, welche planende und ordnende Funktionen speichern. Insgesamt befindet sich das Gehirn während des REM-Schlafes in einem aktivierten und wechselhaften Zustand.

Die Traumforscher vermuten, daß Erfahrungen und Lerninhalte des Tages im Schlaf überarbeitet werden. Im Traum wird uns jede Nacht die Möglichkeit gegeben, mit unseren Gefühlen zu spielen, diese neu zu ordnen und zu kombinieren. Neue Gefühlsmuster werden erprobt und für das wirkliche Leben bereitgestellt. Somit sind Träume eine kreative und lebenswichtige Fortsetzung des menschlichen Alltags. Der Strom des Bewußtseins wird im Schlaf nicht einfach abgeschaltet, sondern allenfalls verlangsamt. Viele berühmte Forscher haben den Schlüssel zu einem langgesuchten Geheimnis im Schlaf  gefunden.

Anschaulich könnte die Rolle von Träumen wie folgt beschrieben werden: Die Aktivitäten und Gefühle werden tagsüber wie Teile eines Puzzles zusammengelegt, so daß ein festes Gesamtbild entsteht. Der Traum löst das festgefügte Puzzlebild des Tages auf. Er wirbelt die Einzelteile wild durcheinander und läßt den Zufall (?) neue Steckverbindungen der Teilchen zueinander finden. Dabei hängt es vermutlich von der Verfassung des Puzzelspielers ab, wie sehr sich das Traumpuzzle vom Bild des Tages unterscheidet (oft entstehen unsinnige Bilder). Entscheidend ist, daß der Träumer jenseits des bewußten Verstandes selbst die Möglichkeit hat, persönliche Erfahrungen und Gefühle aus anderer Sicht zu sehen.

Guter Schlaf fördert zudem effektives Lernen. Menschen mit gestörtem Schlaf lernen fehlerhafter und langsamer, da die Informationsverarbeitung beeinträchtigt ist. Verschiedene Erkrankungen, ungeeignete Ernährung, Streß, Lärm, Schmerzen, Bildschirmlicht oder ältere LED-Lampen, Allergien z.B. gegen Hausstaub, Schimmel oder auch Kuhmilch sowie einige Arzneimittel stören den Schlaf empfindlich oder lassen uns nachts häufig unbewußt erwachen. Ein natürlicher Ablauf der Schlafphasen ist erschwert, der REM-Schlaf verkürzt. Gestörter Schlaf und zuwenig Träume haben erhebliche Auswirkungen auf das geistige und körperliche Wohlbefinden. Werden z.B. Menschen mit einer Schlafapnoe (=Atmungstörung im Schlaf) nicht wirksam behandelt, leben von diesen Menschen nach 9 Jahren nur noch die Hälfte.

Obwohl sie Schlaf ermöglichen, sind Schlafmittel oft nicht unproblematisch. Nahezu sämtliche Stoffe greifen in das natürliche Gleichgewicht der Schlaf- und Traumphasen ein, auf lange Sicht mit weitreichenden Folgen. Mehr darüber berichte ich demnächst.

Dr. Hans Peter Weinschenck, Apotheker in Satrup / Mittelangeln 

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