November 2019

Gesprächskreis für Diabetiker in Satrup/Mittelangeln

Kleines Labor ABC

Dr. Hans Peter Weinschenck, Kgl. Priv. Apotheke in Satrup, Mittelangeln

Im November 2019 berichtete die Internistin und Diabetologin Frau Dr. med. Daniela Meyer im Gesprächskreis für Diabetiker in Angeln über die Bedeutung der gängigen Laborwerte.

Mit der Bezeichnung „großes Blutbild“ sind einige Missverständnisse verbunden, so die Ärztin. Viele Menschen erwarten vom großen Blutbild eine Antwort auf drängende Fragen wie: „Bin ich gesund?“ „Fehlt mir etwas Bestimmtes?“ „Habe ich Krebs?“ Geht es meinen Nieren gut? usw. Zwar kann der Arzt am großen Blutbild viele sehr wichtige Informationen (z.B. den Verlauf von Infektionserkrankungen s.u.) ablesen, die zuvor gestellten Fragen können damit aber nicht beantwortet werden. Vermehren sich die Neutrophilen (-Granulozyten) im Blut, kann dahinter u.a. eine akute bakterielle Entzündung (z.B. Blinddarmentzündung) stecken, während ein Anstieg von Lymphozyten u.a. eine Infektion mit Viren signalisieren kann.

Genau genommen bildet das große Blutbild „nur“ die Häufigkeit der verschiedenen Zellarten (rote und weiße Blutzellen) sowie der Blutplättchen ab. Um also mögliche Enttäuschungen bei der Besprechung „bestellter“ Blutergebnisse zu vermeiden, empfiehlt Frau Dr. Meyer dringend, spezielle Fragen vorher im persönlichen Gespräch mit dem Hausarzt zu klären.

Pro Patient und Quartal steht dem Hausarzt ein recht knappes Laborbudget von rechnerisch im Mittel etwa 2,50 € zur Verfügung. Bei einem großen Blutbild für ca. 5.- € bleibt da leider „weniger als keine Luft“, etliche Spezialuntersuchungen kosten noch deutlich mehr. Wer im Quartal keine Blutuntersuchung benötigt, schafft somit den Spielraum für die wirklich dringenden Fälle.

Einige Blutwerte müssen „nüchtern“ bestimmt werden, die betreffende Person sollte dann 12 Stunden vorher keine Nahrung und keine gezuckerten Getränke (auch keine Milch) zu sich nehmen (reines Wasser ist möglich). Wichtig zu wissen: der Normbereich einzelner Werte kann sich zwischen verschiedenen Untersuchungslaboren deutlich unterscheiden. Die Abweichung eines Wertes von der „Norm“ kann daher vollkommen harmlos sein.

Frau Dr. Meyer beschrieb im Laufe des Abends detailliert die Blutwerte von Herz, Leber und Nieren, sowie die Blutfette, Harnsäure, Blutzucker, Gerinnung, Schilddrüse und HbA1c.

"Trinkmuffel“ häufen Abfallstoffe im Blut an, was sich besonders an steigenden Nierenwerten, ablesen lässt: bei „Wenigtrinkern“ steigt die Konzentration an Harnstoff (abgekürzt: Hast) im Blut, sie werden müde und vergesslich, darüber hinaus fließt bei Wassermangel das Blut schlechter durch die Adern (Anteil der roten Blutkörperchen am Volumen des Blutes = Hämatokrit: steigt). Auch bestimmte Schmerzmittel wie Ibuprofen lassen die Nierenwerte ansteigen.

Nicht nur in der Niere, sondern auch in der Leber machen sich Medikamente in Form erhöhter Leberwerte (GOT, GPT, GGT) bemerkbar. Dieses stellt der Doktor auch bei übermäßigem Alkoholgenuss (GGT), einem Gallenstau oder zu üppiger Ernährung fest. Insbesondere übermäßig viele schnell verfügbare Kohlehydrate (Zucker) gelten als wichtigster Auslöser der weit verbreiteten „nichtalkoholischen Fettleber“.

Bei Gesunden liegt der Nüchternblutzucker unter 100 mg/dl, zwischen 100-125 mg/dl spricht man von gestörter Glucosetoleranz (Vorstufe zum Diabetes), ein Nüchternwert von über 126 mg/dl bedeutet die Diagnose Diabetes mellitus. In wenigen Jahren dürfte der HbA1c als Goldstandard für die Blutzuckereinstellung ausgedient haben, da dieser Wert in vielerlei Hinsicht fehleranfällig ist. Sowohl bei Über- als auch bei Unterzuckerungen wird er verfälscht, das gilt auch für Eisen- oder Vitamin-B12-Mangel. Mit den neuen Technologien zur kontinuierlichen Blutzuckermessung eröffnen sich in Zukunft wesentlich aussagekräftigere Möglichkeiten, um die Stoffwechseleinstellung eines Diabetikers zu beurteilen.

Der Gesprächskreis für Diabetiker trifft sich montags um 19:30 alle 6 Wochen im Raum 202 der Alten Schule Satrup in der Flensburger Straße. Der Eintritt ist frei, Information und Kontakt gibt es unter 04633 305. Auch Angehörige, Freunde und Interessierte sind stets herzlich willkommen.

Dr. Hans Peter Weinschenck, Apotheker in Satrup / Mittelangeln

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