Mai 2022

Einnahme von Antibiotika

Wer kennt es nicht: gegen eine bakterielle Entzündung verordnet der Arzt ein Antibiotikum. Anfangs nimmt man das Mittel getreu der Vorschrift des Arztes ein. Sobald es aber besser geht, nehmen einige Menschen die Tabletten aus Bedenken nur noch unregelmäßig oder gar nicht mehr ein.

Bei allem Komfort der modernen Medizin, sollte man sich daran erinnern, dass noch vor gar nicht langer Zeit selbst banale Infektionen durchaus ernste Folgen hatten oder sogar den Tod bedeuten konnten. Damit also die Krankheit ohne ernste Folgen ausheilt, muß das Antibiotikum genau nach Vorschrift des Arztes eingenommen werden. Andernfalls könnten sich beispielsweise Bakterien wie Streptokokken langfristig in Herz und Nieren einnisten. Da die Oberfläche von Streptokokken in ihrer Beschaffenheit bestimmten Bindegeweben (z.B. den Herzklappen) des Menschen ähnelt, könnte das Immunsystem fehlgeleitet werden und statt der Bakterien körpereigenes Gewebe attackieren.

Einige auf den ersten Blick nebensächliche Faktoren tragen entscheidend zum Erfolg und zur Verträglichkeit einer  Behandlung mit Antibiotika bei:

Nur die regelmäßige Einnahme nach der Uhr sichert eine ausreichend wirksame Konzentration des Medikamentes im Körper. Beispielsweise wird das Antibiotikum Penicillin V nach nur wenigen Stunden über den Urin ausgeschieden. Es muß daher regelmäßig alle 8 Stunden eingenommen werden. Einfacher anzuwenden sind Antibiotika, die der Körper langsamer ausscheidet. Sie werden nur einmal am Tag genommen. Aber auch diese Mittel sollen stets zur gleichen Tageszeit eingenommen werden.

Einnahmedauer unbedingt einhalten. Wenn das Antibiotikum gegen die Erreger wirkt, ist man normalerweise nach 24 bis 48 Stunden nahezu beschwerdefrei. Das bedeutet jedoch nicht, daß keine Krankheitserreger mehr im Körper leben. Zur endgültigen Heilung muß das Antibiotikum über die vom Arzt festgesetzte Dauer eingenommen werden. Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung kann die einmalige Einnahme einer hohen Dosis mitunter genügen, während bei einer Mandelentzündung bis zu 10 Tagen oder noch länger behandelt wird.

Bei vorzeitigem Abbruch der Behandlung droht ein erneutes Aufflackern der Infektion. Selbst kurze Einnahmepausen nutzen die Erreger geschickt, um Widerstand zu leisten. Derartig resistente Erreger werden leicht auch auf andere Menschen übertragen.

Bestimmte Antibiotika werden auf leeren Magen, das heißt 30 Minuten vor (= nüchtern) oder 2 bis 3 Stunden nach dem Essen, mit viel Wasser eingenommen. Andere Stoffe wiederum schluckt man besser während einer Mahlzeit. Penicillin V wird beispielsweise nüchtern doppelt so gut vom Körper aufgenommen. So wirkt es nicht nur besser, sondern schont auch unsere lebenswichtige Darmflora. In den vergangenen Jahren konnten Forscher mit modernsten molekularbiologischen Verfahren nachweisen, dass die Darmflora auch langfristig nach der Einnahme von Antibiotika verändert sein kann. Daher empfehle ich generell, die Darmflora in dieser Situation zu unterstützen.

Antibiotika werden mit einem großen Glas Wasser eingenommen (mindestes 200 ml). Das verbessert die Verträglichkeit und die Wirksamkeit ganz entscheidend. Für den Wirkstoff Amoxicillin gilt: je mehr Wasser je besser. Das Medikament löst sich im Magen-Darm-Trakt schneller auf, empfindliche Schleimhäute werden geschont. Ein Schluck Flüssigkeit genügt hingegen nicht! Tee, Milch und Kaffee können die Aufnahme einiger Antibiotika behindern; - generell sind diese Getränke zur Einnahme von Medikamenten ungeeignet.

Bestimmte Antibiotika wie z.B. Doxycyclin können die Speiseröhre verätzen, wenn Sie dort hängenbleiben. Antibiotika sollen deshalb immer mit aufrechtem Oberkörper mit viel Wasser (siehe oben) eingenommen werden. Nach der Einnahme darf man sich für ca. 30 Minuten nicht hinlegen.

Typische Nebenwirkungen von Antibiotika sind Hautausschlag, Durchfall und Pilzinfektionen. Wenn umgehend der Arzt aufgesucht wird, können diese Komplikationen sicher beherrscht werden. Allergien gegen Antibiotika müssen für zukünftige Notfälle unbedingt dem Arzt und auch der Apotheke mitgeteilt werden.

Der Umgang mit Resten: überzählige Antibiotika-Tabletten sollen entsorgt umgehend werden (Apotheke). Keinesfalls sollen sie für die nächste Infektion aufbewahrt oder gar wohlmeinend an andere Personen weitergegeben werden.

Trotz der Probleme, die Antibiotika nach sich ziehen können; -  richtig eingesetzt sind sie unverzichtbar und haben einen besseren Ruf verdient. Schwierigkeiten treten gerade dann auf, wenn grundlegende Regeln nicht beachtet werden. Viele gesundheitliche Schäden und Kosten könnten uns erspart bleiben. Lesen Sie daher im Beipackzettel stets die Punkte zur Art der Anwendung/Dosierung aufmerksam durch und fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker. Bewahren Sie meinen Beitrag zur Erinnerung auf, so Sie sind für kommende Behandlungen mit Antibiotika gut gerüstet!

Dr. Hans Peter Weinschenck

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