Juni 2019

Gesund im Mund

Dr. Hans Peter Weinschenck, Kgl. Priv. Apotheke in Satrup, Mittelangeln

Im Mai 2019 referierte Dr. Jürgen Hasenpusch, Zahnarzt in Satrup, im Gesprächskreis für Diabetiker in Angeln.

Auch im Jahr 2019 nimmt mangelhafte Gesundheit im Mund gar nicht so selten lebensbedrohliche Ausmaße an: eitrige Zahnabszesse stellen ein „sperrangelweit“ geöffnetes Einfallstor für gefährliche Bakterien in andere Körperbereiche dar (Folgen z.B. Nierenversagen, Hirnhautentzündungen). Aus Angst versäumten Betroffene die rechtzeitige Behandlung, so Dr. Hasenpusch. In derartigen Fällen sind die operative „Spaltung“ des Abszesses und eine Antibiotikatherapie unverzüglich angezeigt.

Die Karies (=Zahnfäule) ist die häufigste Erkrankung des Menschen überhaupt und  betrifft typischerweise Menschen unter 30 Jahre. Unter Beteiligung von säureproduzierenden Bakterien wird bei mangelhafter Ernährung und Mundhygiene die Zahnsubstanz allmählich zersetzt. Ohne entsprechende Behandlung (Zahnfüllung) und konsequente Änderung von Gewohnheiten fallen betroffene Zähne vorzeitig aus.

Zwischen dem 50.-60. Lebensjahr steht mit unserer Lebensweise eher die Gingivitis (=Zahnfleischentzündung) sehr häufig im Vordergrund. Zahnbeläge lassen das Zahnfleisch anschwellen, es ist gerötet und blutet leicht. Glücklicherweise verschwindet eine Gingivits bei entsprechender Mundhygiene und Ernährung schnell und vollständig. Insbesondere bei Pflegebedürftigen, Menschen mit Behinderungen, bei Chemotherapie oder Zahnspangen leisten dabei antibakterielle Mundspüllösungen hervorragende Dienste.

Unbehandelt kann sich die Gingivitis allerdings in eine tiefer gehende und meist unterschätzte Parodontitis (=Zahnbettentzündung) verwandeln. Von dieser heimtückischen weil schmerzlosen Entzündung sind bei uns etwa 12 Millionen Menschen betroffen. Im Zuge dieses fatalen Prozesses beginnt der Körper sogar, die Kieferknochen abzubauen. Tief in den Zahnfleischtaschen sitzende Bakterien gewinnen urplötzlich an Agressivität, etwa bei geschwächter Abwehr (Virusinfekt), bei Medikamenten oder Überzuckerung. Auch die erwähnten Abszesse können sich anbahnen. Hier ist wirksame Hilfe ist nur zu erwarten, wenn die Zahnbeläge vollständig beseitigt werden. Einerseits steigt durch die Parodontitis das Risiko an Diabetes zu erkranken, weiterhin schraubt sie Diabetikern den Blutzucker in die Höhe. „Parodontits und Diabetes spielen sich gegenseitig die Bälle zu“, so Dr. Hasenpusch. Daher sind besonders viele Diabetiker zahnlos.

Diabetiker sollten regelmäßig etwa alle 3-4 Monate die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt nutzen. Dort werden nach gründlicher Bestandsaufnahme Taschen und Zähne sorgfältig gereinigt und deren Oberflächen anschließend auf Hochglanz poliert. Besonders bei Diabetes gehört die Reinigung der Zahnzwischenräume mit den passenden Hilfsmitteln (Seide, Interdentalbürste) zur täglichen Mundhygiene dazu.

Neusten Studien zufolge lindert die Nahrungsergänzung mit Vitamin C, Vitamin D und Omega-3 Fettsäuren den Zustand einer Parodontitis deutlich. Mit Hilfe von Vitamin C sinkt die Zahl aggressiver Bakterien sowie der Hba1c  (=Langzeitblutzucker), ferner strafft das Vitamin die Bindegewebsfasern des Zahnbettes. Vitamin D verstärkt die Knochendichte und bremst wie Omega-3-Fette die Entzündung.

Karies, Gingivitis und Parodontitis sind außerordentlich weit verbreitet, zusammen mit Diabetes entsteht eine explosive Mischung. Chronische Entzündungen im Mundraum verschlimmern die Zuckerkrankheit und umgekehrt. Das muß nicht sein: gesunde Ernährung, tägliche Mundhygiene, regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt erhalten Zähne und Zahnfleisch, und die Plage verliert ihren Schrecken! Fragen Sie Ihren Zahnarzt!

Der Gesprächskreis trifft sich montags alle 6 Wochen um 19:30 Uhr in der Alten Schule Satrup, Raum 202. Nähere Informationen und den  Kontakt erhalten Sie über Dr. Hans Peter Weinschenck unter 04633 305. Freunde, Angehörige und Interessierte sind stets herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Dr. Hans Peter Weinschenck

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