März 2018

"Leckermäulchen"

Dr. Hans Peter Weinschenck, Apotheker in Satrup, Mittelangeln

Sind Sie auch ein Leckermäulchen? Keine Sorge, denn Heißhunger auf Süßes ist ganz einfach „bio-logisch“! Süße bedeutet gut verwertbare Energie. Wer vor 10.000 Jahren an einem Busch mit süßen Beeren vorbeikam, schlug sich instinktiv „den Bauch voll“, um für den harten Winter vorzusorgen.

Unser uralter Geruchs- und Geschmackssinn spielt sowohl bei der Auswahl der Nahrung als auch als „Fressbremse“ eine sehr wichtige Rolle. Er sagt uns ganz genau, Was und auch Wieviel wir zum Überleben brauchen und Was nicht. Süßes und Würziges wird umgehend und mit Wonne verspeist, Bitteres und Fauliges gemieden.

Genau diesen Instinkt nutzt die Lebensmittelindustrie. Wer sich näher mit Aromazusatz beschäftigt, wird verwundert feststellen, dass jedes industriell erzeugte oder „veredelte“ Lebensmittel irgendwie „Kunst-voll“ mit Geschmack aufgepäppelt wird. Es gibt sogar Gurken und Tomaten, die man aromatisiert, damit sie überhaupt noch  nach dem schmecken, was sie sein sollen.

Dazu ein Zitat des Lebensmittelchemikers Udo Pollmer: „...Aromen sind Karikaturen, überlebensgroß. Was in Joghurt als Erdbeeraroma bezeichnet wird, ist viel intensiver als die delikate sensorische Empfindung frischer Erdbeeren.“ Wie sehr dadurch unsere eingebaute „Fressbremse“ ausgehebelt wird, kann jeder nachvollziehen, der eine appetitlich duftende Tüte Kartoffelchips oder Gummibärchen öffnet: Hut ab vor dem, der nur ein einziges Stück entnimmt und gleich danach die Tüte weglegt! Bei mir wenigstens wäre die gesamte Tüte innerhalb einer halben Stunde „leergefressen“! Warum? Angesichts des verlockenden Aromas erwartet unser Körper instinktiv z.B. verführerisch süße Beeren mit viel Energie, lebenswichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Statt nährstoffreicher Beeren kommen aber wertlose Gummibärchen. Verständlicherweise reichen diese dem Körper nicht, unser der Instinkt (und die viel zu große Menge ausgeschüttetes Insulin im Blut) sagen: MEHR! Das Gefühl, unbedingt täglich Süßigkeiten zu brauchen, zeigt, wie sehr die industrielle Aromatisierung unseren Urinstinkt für gute und wichtige Nahrung an der Nase herumführt.

Bei Tiernahrung ist der Aromazusatz seit langem üblich, warum sonst heißt es: „Katzen würden Whiskas kaufen“? Tiere, die mit Aromafutter gemästet werden, fressen mehr und nehmen demzufolge schneller zu als natürlich ernährte Tiere. Eine Enährungsspezialistin dazu: „Die Tiere können (Aroma sei dank) nicht mehr unterscheiden zwischen dem was sie brauchen, und dem, was sie wollen.“

Zudem: In der deutschen Futtermittelverordnung sind alle natürlichen und naturidentischen Süßstoffe für alle Tierarten jedweden Alters seit Jahrzehnten als Masthilfsmittel zugelassen. Auch Menschen werden gemästet. Das beweist z.B. eine Studie an 80.000 Frauen, die zeigte, daß diese durch den Gebrauch des Süßstoffes Saccharin nicht etwa abnahmen, sondern sogar an Gewicht zulegten.

 

In Deutschland stammt 75 Prozent alles Verzehrten aus industrieller Produktion, in den USA sind es 98 Prozent. Die Küche wird nur noch zum Aufwärmen benutzt. 40 Prozent aller Deutschen können kaum noch kochen. „Schon in der nächsten Generation wird es kaum noch jemanden geben, der sich glücklich daran erinnert, wie seine Mutter gekocht hat.“ klagt Deutschlands Vorkoch Wolfgang Siebeck.

Was lernen wir daraus? Besinnen wir uns doch auf unseren Ursprung: Sorgen auch Sie dafür, daß der Mensch am Herd nicht ausstirbt! Auch Sie beherrschen mehr als das Aufwärmen. Nehmen Sie sich konsequent die Zeit, um aus naturbelassenen, frischen Nahrungsmitteln ein gutes Essen zuzubereiten. Dann erkennt Ihr Körper ganz von selbst wieviel er wovon benötigt, um langfristig schlank und gesund zu bleiben.

(Literatur beim Verfasser)

Dr. Hans Peter Weinschenck, Kgl. Priv. Apotheke Satrup, Mittelangeln

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