Januar 2021

Sanfte Mutter

Dr. Hans Peter Weinschenck, Kgl. Priv. Apotheke in Satrup, Mittelangeln

„Ein von Bauchweh geplagtes Kind, die umsorgende Mutter, der warme Kamillentee, das gehört einfach zusammen.“  Kamille gilt seit Jahrhunderten – wenn nicht noch länger- als der Inbegriff der Heilpflanzen.

Unsere heutigen Erkenntnisse unterstreichen, daß die Kamille ihren guten Ruf zu Recht besitzt. Für den Hausgebrauch wird die Pflanze oft als Teeaufguß verwendet, indem man frische oder getrocknete Blüten mit heißem Wasser übergießt, 10 Minuten abgedeckt ziehen lässt und dann abseiht. Allerdings nutzt diese Zubereitung nur etwa 15% der wertvollen Öle aus. Schon unseren Vorfahren war dieser Zusammenhang bekannt, weshalb man die heilsamen Wirkungen seit jeher durch die Zubereitung von alkoholischen Pflanzenextrakten (=Tinkturen) zu nutzen verstand.

Innerlich angewendet wirkt die Kamille krampflösend auf die Muskulatur von Magen und Darm, sei es bei Streß oder „verdorbenem Magen“. Zudem lindert es Entzündungen der Magen-Darm-Schleimhäute und fördert die Abheilung von Geschwüren. Auch als Gurgellösung und Inhalation für strapazierte Atemwege wirkt die Pflanze bei allen Infekten entzündungshemmend, abschwellend und mild bakterizid. Bei Erkältungen mit zäher Schleimbildung weicht man aber besser auf andere Heilpflanzen aus, da Kamille austrocknet. In romanischen Ländern setzt man die „Mutter aller Heilpflanzen“ auch gern als Schlaftrunk und gegen reizbare Verstimmungszustände ein. Tatsächlich bestätigen neuere Untersuchungen eine beruhigende, schlafanstoßende und angstlösende Wirkung von Kamilleextrakten.

Auch äußerlich angewendet ist die Kamille sehr vielseitig. In Form von Bädern, Spülungen, Pinselungen oder Umschlägen lindert sie hervorragend Reizungen, Schwellungen oder Entzündungen von Haut und Schleimhäuten. Das gilt auch bei Verbrennungen, bei denen Kamille - ähnlich wie Arnika - das übermäßige, massenhafte Absterben von Zellen stark drosselt.

Molekularbiologische Erkenntnisse erklären, warum Kamille wirkt: Ihre Extrakte hemmen sowohl die Entstehung als auch die Freisetzung von körpereigenen Entzündungsstoffen, auch aggressive Sauerstoffverbindungen werden besser neutralisiert. Damit noch nicht genug, denn Kamille hemmt auch die Ausbreitung von Bakterien im menschlichen Gewebe.

Klinische Studien belegen z.B., daß Hautabschürfungen mit Kamille wesentlich schneller abheilen oder daß eine Kamillensalbe etwa 70% der Wirkung einer Salbe mit Kortison erzielte.

Wer allergisch auf Korbblütler reagiert, sollte mit Kamille zurückhaltend sein. Allerdings enthalten hochwertige Tees oder hochwertige Arzneimittel spezielle Kamillensorten in Arzneibuchqualität, die normalerweise  nicht zu einer Allergie führen. Nebenwirkungen sind nicht bekannt, Kamille darf in jedem Lebensalter angewendet werden. Wer bietet mehr? Es zeigt sich wieder einmal, wie wertvoll überlieferte Traditionen sein können (Literatur beim Verfasser)

Dr. Hans-Peter Weinschenck, Apotheker, Kgl. Priv. Apotheke in Satrup/Mittelangeln

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