März 2021

Trockener Mund

Dr. Hans Peter Weinschenck, Kgl. Priv. Apotheke in Satrup, Mittelangeln

Sitzen auch Sie auf dem Trockenen?

„Ich habe ständig einen trockenen Mund.“ Das hört sich harmlos an, ist es aber nicht. Wem im wahrsten Sinne des Wortes „die Spucke wegbleibt“, der leidet häufig unter Mundgeruch und einem beeinträchtigten Schluck-, Sprech- und Schmeckvermögen. Doch damit nicht genug: der Grundstein für Mangelernährung wird gelegt, denn bei vielen ganz selbstverständlichen Nahrungsmitteln gestaltet sich das Essen plötzlich sehr beschwerlich, außerdem steigt das Risiko für Zahnkaries dramatisch an.  

Kein Wunder, unser Speichel viel mehr ist als reine Feuchtigkeit: Zur besseren Benetzung von Mund und Nahrung enthält er Eiweiße und langkettige Zucker, daneben karieshemmende Substanzen, wie z.B. Calcium, Kalium, Natrium, Chlorid und Fluroid, die den Zahnschmelz aufbauen und Säure abpuffern. Ferner finden sich viren- und bakterienhemmende Substanzen , Antikörper für die Immunabwehr und Enzyme zur Vorverdauung von Kohlehydraten. Hier hat das Sprichwort “Gut gekaut ist halb verdaut“ seinen Ursprung, denn z.B. kaum gekautes und wenig eingespeicheltes Brot setzt im Darm Gärprozesse und das Wachstum ungünstiger Darmflora in Gang. (Anmerkung: alle Nahrungsmittel, - besonders aber Brot – sollten vor dem Schlucken bis zur „Dünnflüssigkeit“ gekaut werden) Weiterhin schützen die im Speichel gelösten sogenannten Prostaglandine den Magen und den Dünndarm vor aggressiven Verdauungssäften. Auch das unwillkürliche Benetzen von Wunden und leichten Verbrennungen mit Speichel hat einen tieferen Sinn, Wissenschaftler haben wundheilungsfördernde und schmerzstillende Eiweiße im Speichel gefunden.

Medikamente sind bei weitem der häufigste Grund für Trockenheit im Mund. Inzwischen sind mehr als 400 Substanzen bekannt, die zu entsprechenden Beschwerden führen können. Dazu gehören z.B. Tramadol und andere morphinartige Schmerzmittel, Schlafmittel wie Amitriptylin, viele Psychopharmaka, blutdrucksenkende Mittel, Antiallergika, Kortison und viele mehr.

Auch Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Pilzerkrankungen des Mund- und Rachenraums (durch Asthma Spray, Antibiotika oder Kortisontabletten),  Bestrahlung, häufiger Alkoholkonsum, Drogen, Mundatmung (infolge verstopfter Nase wegen einer Allergie z.B. gegen Lebensmittel), ein hohes Alter und Mangel an Zink und Vitamin C lassen den Speichelfluß versiegen.

Experten empfehlen zur Linderung reichlich zu trinken. Insbesondere zu den Mahlzeiten erleichtert zusätzliche Flüssigkeit das Kauen. Für den, der des Nachts mit trockenem Mund erwacht, könnte eine Spülung z.B. mit Fachinger-Mineralwasser (wenig Kohlensäure) wohltuende Linderung verschaffen. Um coffeinhaltige Getränke sollte man eher einen Bogen schlagen, weil  danach verstärkt Beschwerden vorkommen können. Auch Lösungen und Gele zur Mundbefeuchtung sind geeignet, mitunter aber nicht besonders beliebt. Wer die vielen Zusatzstoffe und Aromen aus diesen Produkten nicht mag oder nicht verträgt, könnte z.B. Nasensprays mit Dexpanthenol nutzen, um die Mundschleimhaut regelmäßig zu besprühen. Auch das regelmäßige Spülen z.B. mit Olivenöl ist einen Versuch wert.

Abgeraten wird von zuckerhaltigen Lutschbonbons, Limonaden, sauren Fruchtsäften und Tees, da diese die ohnehin schon hohe Kariesgefahr weiter steigern. In jedem Fall sollten Menschen mit trockenem Mund auf sorgfältige Mundhygiene mit weicher Zahnbürste und geeigneter Zahncreme achten und unbedingt regelmäßig ihren Zahnarzt aufsuchen.

Dr. Hans Peter Weinschenck

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